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Häuserpreise ziehen wieder an
(4.2.2007) Der
neu berechnete
Häuserpreisindex, der die Entwicklung der Preise für neu erstelltes,
selbst
genutztes Wohneigentum in Deutschland widerspiegelt, lag nach Mitteilung
des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2005(!) um 0,4% über dem
Indexstand des Jahres 2004. Nachdem bereits 2004 ein moderater Anstieg des
Häuserpreisindex um 0,2% gegenüber dem Vorjahr zu beobachten war, haben
sich somit die Preise für das selbst genutzte, neu gebaute Wohneigentum 2005
erneut erhöht. In den Jahren 2000 bis 2003 waren noch rückläufige
Jahresveränderungsraten beim Häuserpreisindex zu beobachten:
- 2003: - 0,6%,
- 2002: - 0,7%,
- 2001: - 0,4% gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.
Im Vergleich zum Indexstand des Jahres 2000 lag der
Häuserpreisindex im Jahresdurchschnitt 2005 um 1,1% niedriger. Die drei
Hauptkomponenten des Häuserpreisindex entwickelten sich von 2000 bis 2005
unterschiedlich:
Das Marktsegment des schlüsselfertigen Bauens (Fertighaus),
also der Erwerb neu erstellter,
schlüsselfertiger Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Wohnungen direkt von
Bauträgern, entwickelte sich im Zeitraum 2000 bis 2005 ausgeprägt
rückläufig und somit erheblich schlechter als der Gesamtmarkt. Die Preise
für schlüsselfertig erstellte Wohnneubauten nahmen von 2000 bis 2005 um 9,6%
ab! Dies entspricht einem mittleren jährlichen Preisrückgang von knapp
2,0%. Gegenüber 2004 ermäßigten sich die Preise für das schlüsselfertige
Bauen im
Jahresdurchschnitt 2005 um 0,8%. Der Rückgang der Preise in diesem Sektor
hat sich somit nach den kräftigen Preisrückgängen vergangener Jahre im Jahr
2005 deutlich abgeschwächt ...
- 2004: - 2,4%,
- 2003: - 2,7%,
- 2002: - 2,6%.
Die Preise für den Eigenbau, also für das klassische,
konventionelle Bauen unter Einschaltung eines
Architekten und der damit
verbundenen Inanspruchnahme einzelner
Bauleistungen von
Bauunternehmen, stiegen von 2000 bis 2005 um 2,1%. Dabei blieben die
Preise für dieses Segment - abgesehen von geringfügig schwankenden
unterjährigen Veränderungsraten - bis Ende 2003 unverändert. Erst mit Beginn
des Jahres 2004 erhöhten sich die Preise für den Eigenbau - insbesondere
infolge stark gestiegener Preise für Stahl sowie für weitere Metallsorten -
spürbar (2004 gegenüber 2003: +1,2%). Gegenüber 2004 nahmen die Preise für
den Eigenbau im Jahr 2005 um 0,9% zu.
Für das Marktsegment des
Fertigteilhochbaus, das heißt für den Erwerb industriell
vorgefertigter, in Teilen an die Baustelle gelieferter und dort
endmontierter
Fertighäuser, war in der Zeitspanne von 2000 bis 2005 ein stetiger
Anstieg der Preise zu beobachten. Die Preise für Fertighäuser erhöhten sich
in diesem Zeitraum um 3,9%; dies entspricht einer durchschnittlichen
jährlichen Wachstumsrate von nahezu 0,8%. Im Jahresdurchschnitt 2005 stiegen
die Preise für Fertighäuser im Vergleich zu 2004 um 0,7%.
Die Berechnung des Häuserpreisindex für Deutschland
(Rechenstand: Dezember 2006) erfolgt im Rahmen eines von Eurostat
(Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften) initiierten
Pilotprojektes zur preisstatistischen Erfassung des selbst genutzten
Wohneigentums im Zusammenhang mit der Harmonisierung der
Verbraucherpreisindizes in der Europäischen Union (EU). Ziel des Projektes
ist die Entwicklung und regelmäßige Berechnung nationaler Häuserpreisindizes
in den Mitgliedstaaten der EU. Damit soll die derzeitige Lücke bei den
Konsumausgaben der privaten Haushalte im Bereich "Wohnen/Wohnungsnutzung" im
Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) geschlossen werden.
Detaillierte Ergebnisse sowie eine ausführliche
Methodenbeschreibung enthält der Aufsatz "Häuserpreisindex -
Entwicklungsstand und aktualisierte Ergebnisse", der in der Zeitschrift
"Wirtschaft und Statistik" in der Dezember-Ausgabe des Jahres 2006
erschienen ist. Der Aufsatz ist kostenlos im Internetangebot des
Statistischen Bundesamtes unter
destatis.de/download/d/preis/Haeuserpreisindex_2006.pdf abrufbar.
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